Kitaplatz bald nur noch per Mausklick
Stadt Göttingen führt Online-Anmeldung für Kitas ein / Alle Träger machen mit
Göttingen. Göttinger Eltern müssen ihre Kinder künftig über ein zentrales Online-Portal der Stadt bei der
Kita anmelden. Ab 1. November ist die Anmeldung ausschließlich auf diesem Weg möglich. Das neue
Verfahren soll die Krippen- und Kitaplatzsuche vereinfachen und auch „Kita-Hopping“ verhindern. Das
Problem der fehlenden Betreuungsplätze löst es aber nicht.
Digital und zentral – so erfolgt die Anmeldung für Kitaplätze in Göttingen ab dem kommenden Kita-Jahr.
Auf dem neuen Portal kita.goettingen.de können Eltern dann unter den insgesamt 105 Kindergärten,
Krippen und auch Horten auswählen. Sämtliche Einrichtungen aller Träger in Göttingen – also nicht nur
städtische Kitas – sind dort aufgelistet, sagte Kinder- und Jugenddezernentin Maria Schmidt (Grüne) am
Mittwoch im Gespräch mit Journalisten.
Zu- und Absagen zu unterschieldichen Zeitpunkten
„Für Eltern, Träger und uns wird es einfacher“ versicherte Schmidt. Bisher läuft die Anmeldung so: Eltern
müssen in jeder Kita, die sie für ihr Kind in Erwägung ziehen, eine Anmeldung in Papierform abgeben. Die
verschiedenen Einrichtungen erteilen Zu- oder Absagen zu unterschiedlichen Zeitpunkten. So kann es sein,
dass die absolute Wunsch-Kita erst zusagt, nachdem Eltern bereits eine Zusage von einer Einrichtung
bekommen haben, die weiter unten auf ihrer Wunschliste steht.
In der Vergangenheit führte das dazu, dass immer wieder Eltern bei einer Zusage des präferierten
Kindergartens noch einmal umschwenkten. Dieses „Kita-Hopping“ macht den Anmeldeprozess
komplizierter. In Zukunft gebe es das nicht mehr, sagte Fachbereichsleiter Klaus-Dieter Schmidt: Eltern
können auf dem Portal bis zu fünf Wunsch-Kitas angeben, geordnet nach Priorität. Die Reihenfolge können
sie später nicht mehr ändern. „Ein unterschriebener Vertrag mit einer Kita bindet“, sagte Schmidt.
Ab dem 31. Januar eines Jahres beginnen die Einrichtungen mit den Auswahlverfahren. Denn nur die
Anmeldung, nicht aber die Platzvergabe findet in Zukunft zentral statt. Zwei Wochen haben die Kitas dann
Zeit, ihre Anmeldelisten abzuarbeiten. Zuerst landet die Anmeldung auf dem Tisch der Erstwunsch-
Einrichtung. Lehnt diese ab, entscheidet die Zweitwunsch-Kita über die Aufnahme – und so weiter. Erteilen
alle Wunschkitas eine Absage, wird die Anmeldung für alle übrigen Einrichtungen freigegeben. „Bis zum
15. Februar sollten alle Eltern vom Erstwunsch also per E-Mail eine Antwort erhalten haben“, sagte Klaus-
Dieter Schmidt.
20 Sprachen sind verfügbar
Die seit 2017 geplante Internetseite bietet umfangreiche Infos zu den Einrichtungen: Betreuungsangebot,
pädagogisches Konzept, Kosten, etwaige Besonderheiten wie eine bilinguale Betreuung. Mit einer
Suchmaske können Eltern beispielsweise bestimmte Ortsteile, Betreuungstypen oder Trägerschaft
auswählen oder auch barrierefreie Einrichtungen. In 20 Sprachen ist das Portal verfügbar.
Wessen Kind aktuell bereits auf einer Warteliste bei einem der Träger steht, muss sich ab November neu
auf dem Portal anmelden. „Wartelisten wird es dann nicht mehr geben“, sagte Fachbereichsleiter Schmidt.
Die Jugendamtsmitarbeiterin Jelena Virnich wies darauf hin, dass Eltern sich bei Fragen oder
Anmeldeproblemen an das Kinderservicebüro wenden können. „Wer keinen PC, kein Handy, Internet oder
keine Mailadresse hat, kann dort oder bei der Wunschkita direkt fragen“, sagte Virnich.
„Das neue Verfahren wird für viele eine Umstellung sein“, meinte Maria Schmidt. Sie hoffe, dass sich das
Ganze schnell einpendelt. Mehr werden die dringend benötigten Kitaplätze dadurch zwar nicht. Den Bedarf
könne die Stadt künftig aber zielgenauer planen, weil die Daten zentral gespeichert werden, hieß es.
Für Eltern, Träger und uns wird es einfacher.
Maria Schmidt (Grüne), Jugenddezernentin
Quellenangabe: Göttinger Tageblatt vom 14.10.2021, Seite 7
Stadt Göttingen führt Online-Anmeldung für Kitas ein / Alle Träger machen mit
Göttingen. Göttinger Eltern müssen ihre Kinder künftig über ein zentrales Online-Portal der Stadt bei der
Kita anmelden. Ab 1. November ist die Anmeldung ausschließlich auf diesem Weg möglich. Das neue
Verfahren soll die Krippen- und Kitaplatzsuche vereinfachen und auch „Kita-Hopping“ verhindern. Das
Problem der fehlenden Betreuungsplätze löst es aber nicht.
Digital und zentral – so erfolgt die Anmeldung für Kitaplätze in Göttingen ab dem kommenden Kita-Jahr.
Auf dem neuen Portal kita.goettingen.de können Eltern dann unter den insgesamt 105 Kindergärten,
Krippen und auch Horten auswählen. Sämtliche Einrichtungen aller Träger in Göttingen – also nicht nur
städtische Kitas – sind dort aufgelistet, sagte Kinder- und Jugenddezernentin Maria Schmidt (Grüne) am
Mittwoch im Gespräch mit Journalisten.
Zu- und Absagen zu unterschieldichen Zeitpunkten
„Für Eltern, Träger und uns wird es einfacher“ versicherte Schmidt. Bisher läuft die Anmeldung so: Eltern
müssen in jeder Kita, die sie für ihr Kind in Erwägung ziehen, eine Anmeldung in Papierform abgeben. Die
verschiedenen Einrichtungen erteilen Zu- oder Absagen zu unterschiedlichen Zeitpunkten. So kann es sein,
dass die absolute Wunsch-Kita erst zusagt, nachdem Eltern bereits eine Zusage von einer Einrichtung
bekommen haben, die weiter unten auf ihrer Wunschliste steht.
In der Vergangenheit führte das dazu, dass immer wieder Eltern bei einer Zusage des präferierten
Kindergartens noch einmal umschwenkten. Dieses „Kita-Hopping“ macht den Anmeldeprozess
komplizierter. In Zukunft gebe es das nicht mehr, sagte Fachbereichsleiter Klaus-Dieter Schmidt: Eltern
können auf dem Portal bis zu fünf Wunsch-Kitas angeben, geordnet nach Priorität. Die Reihenfolge können
sie später nicht mehr ändern. „Ein unterschriebener Vertrag mit einer Kita bindet“, sagte Schmidt.
Ab dem 31. Januar eines Jahres beginnen die Einrichtungen mit den Auswahlverfahren. Denn nur die
Anmeldung, nicht aber die Platzvergabe findet in Zukunft zentral statt. Zwei Wochen haben die Kitas dann
Zeit, ihre Anmeldelisten abzuarbeiten. Zuerst landet die Anmeldung auf dem Tisch der Erstwunsch-
Einrichtung. Lehnt diese ab, entscheidet die Zweitwunsch-Kita über die Aufnahme – und so weiter. Erteilen
alle Wunschkitas eine Absage, wird die Anmeldung für alle übrigen Einrichtungen freigegeben. „Bis zum
15. Februar sollten alle Eltern vom Erstwunsch also per E-Mail eine Antwort erhalten haben“, sagte Klaus-
Dieter Schmidt.
20 Sprachen sind verfügbar
Die seit 2017 geplante Internetseite bietet umfangreiche Infos zu den Einrichtungen: Betreuungsangebot,
pädagogisches Konzept, Kosten, etwaige Besonderheiten wie eine bilinguale Betreuung. Mit einer
Suchmaske können Eltern beispielsweise bestimmte Ortsteile, Betreuungstypen oder Trägerschaft
auswählen oder auch barrierefreie Einrichtungen. In 20 Sprachen ist das Portal verfügbar.
Wessen Kind aktuell bereits auf einer Warteliste bei einem der Träger steht, muss sich ab November neu
auf dem Portal anmelden. „Wartelisten wird es dann nicht mehr geben“, sagte Fachbereichsleiter Schmidt.
Die Jugendamtsmitarbeiterin Jelena Virnich wies darauf hin, dass Eltern sich bei Fragen oder
Anmeldeproblemen an das Kinderservicebüro wenden können. „Wer keinen PC, kein Handy, Internet oder
keine Mailadresse hat, kann dort oder bei der Wunschkita direkt fragen“, sagte Virnich.
„Das neue Verfahren wird für viele eine Umstellung sein“, meinte Maria Schmidt. Sie hoffe, dass sich das
Ganze schnell einpendelt. Mehr werden die dringend benötigten Kitaplätze dadurch zwar nicht. Den Bedarf
könne die Stadt künftig aber zielgenauer planen, weil die Daten zentral gespeichert werden, hieß es.
Für Eltern, Träger und uns wird es einfacher.
Maria Schmidt (Grüne), Jugenddezernentin
Quellenangabe: Göttinger Tageblatt vom 14.10.2021, Seite 7